Marketing-Club Niederbayern e.V. Marketing-Club Niederbayern e.V.

Newsbericht 2014/06

Am 23. Juni besuchte der MCN die Gesellschaft für Entsorgung Oberbayern (GEO
GmbH) am Flughafen München. Auf dem Gelände des Abfall-Entsorgungsbetriebs gab
es sowohl interessante, als auch nachdenklich stimmende Einblicke …

 

Was haben eine Chipstüte, ein Joghurtbecher und eine Packung Käse gemeinsam? Richtig – ist der Inhalt erst einmal gegessen, gehören sie alle in den sogenannten Gelben Sack. Da solcherlei Kunststoff-Verpackungen recycelt, also wiederverwertet werden können, gelten sie als wertvoller Rohstoff. So kommt es, dass wir unsere Verpackungen in ihrem gelben Gewand fein artig in Keller, Garage oder unter der Treppe sammeln, bis die Säcke einmal im Monat – sofern wir nicht vergessen haben, sie rechtzeitig an den Straßenrand zu stellen – von einem großen Müllauto abgeholt werden. Doch wo werden sie dann hingebracht? Und was genau passiert eigentlich mit den Materialien?

 
Antworten auf diese und weitere Fragen haben die Mitglieder des Marketingclub Niederbayern am 23. Juni bei ihrem Besuch bei der Heinz GmbH & Co. KG in der Nähe des Münchener Flughafens erhalten. Dort wurden sie von Herrn Niedermaier, Geschäftsbereichsleiter bei der Heinz GmbH & Co. KG, und Herrn Georg Hadersdorfer, Betriebsleiter GEO (Gesellschaft für Entsorgung Oberbayern) begrüßt. Der mittelständische Abfall-Entsorgungsbetrieb, der nunmehr in dritter Generation erfolgreich geführt wird, wurde 1936 gegründet und sorgt in 17 Landkreisen in Ober-, Niederbayern und Schwaben für die fachgerechte Entsorgung des kommunalen Recycling-Abfalls. Dazu kommen über 7.000 Gewerbekunden aus allen Branchen. Mehr als 500 Menschen sind bei Heinz beschäftigt, rund 180 Spezialfahrzeuge zählt der Fuhrpark des Unternehmens.

 
Nach einer Vorstellung der Firma Heinz und des Partnerunternehmens GEO bei leckeren Häppchen ging es dann zum anschaulichen Teil über: In Kleingruppen wurden die Teilnehmer durch die Anlage geschleust, entlang des scheinbar unendlich langen Förderbandes, an dessen Ende die einzelnen Kunststoffarten getrennt voneinander gesammelt werden. Dort warten sie dann darauf, in eine der 100 Verwertungsanlagen transportiert zu werden, mit denen die Firma Heinz kooperiert. Beeindruckend – angesichts der Tonnen an kunterbunten Abfällen jedoch auch ein höchst  nachdenklich stimmender Besuch.

 

Bericht: Franziska Brettschneider, www.franziska-brettschneider.de