Marketing-Club Niederbayern e.V. Marketing-Club Niederbayern e.V.

Newsbericht 2014/10

Michael Otremba, Leiter des Bereichs Werbung, Medien und Marketing der Flughafen München GmbH, hielt am 13. Oktober vor den Mitgliedern des MarketingClubs einen leidenschaftlichen Vortrag zum Markenrelaunch des Münchner Flughafens.

Kann ein Flughafen eine Marke sein? Dieser Frage musste sich Michael Otremba unzählige Male seitens von Mitarbeitern, Partnern und Kunden stellen, als bekannt wurde, dass sein Kreativ-Team und er an einem Markenrelaunch des Flughafens München arbeiteten. „Ja, und ob!“, lautete dann seine Antwort. Und beim Treffen des MarketingClubs Niederbayern am 13. Oktober im Salzstadl Landshut erklärte Otremba, Leiter des Bereichs Werbung, Medien und Marketing der Flughafen München GmbH, auch den zahlreich erschienenen Clubmitgliedern, wieso dieser Step dringend nötig war. Erst kürzlich wurde der Flughafen München auf Platz drei der besten Flughäfen der Welt gewählt. Längst ist er mehr als nur ein Ort, an dem Flugzeuge starten und landen.  Er ist ein internationales Drehkreuz, eine schillernde Erlebniswelt für Jung und Alt, Eventlocation, Shopping-Mekka, Surfer-Paradies. Unter seinem Dach beherbergt er Spitzengastronomie für anspruchsvolle Gaumen, state-of-the-art ausgestattete Konferenzräume und VIP-Lounges.  Hinter dem großen schwarzen „M“, einst für den Flughafen exklusiv entworfen von Otl Aicher (1922-1991), einer Ikone des deutschen Nachkriegsdesigns, hat sich über die Jahre ein prosperierendes Unternehmen entwickelt. Nur die Identität fehlte. Die rund 8500 Mitarbeiter der verschiedenen Konzerngesellschaften fühlten sich nicht als Teil einer großen Idee. Nämlich der, bestimmte Werte zu leben, eine Einheit, eine Marke zu sein. Und dies auch nach außen zu demonstrieren.

 

Dass es beim Relaunch einer Marke nicht damit getan ist, einem Unternehmen einen neuen Stempel in Form eines neuen Logos aufzudrücken, war Michael Otremba klar. Sein Team und er schafften es, die Marke „M“ mit Leben zu füllen, indem sie die Flughafen-Mitarbeiter in den Change-Prozess einbezogen. „Markenführung ist keine Imagekampagne, sondern ein stetig wachsender Prozess, der sich allmählich durchs Unternehmen zieht“, sagte Otremba vor den Mitgliedern des MarketingClubs. In den nächsten Jahren wird sich zeigen, ob der Relaunch erfolgreich war. Der Aufbau einer Marke sei nie abgeschlossen, so Otremba, und jeder einzelne im Unternehmen baue an ihr. Jeden Tag.

 

Ein leidenschaftlicher Vortrag von einem, der für seine Marke brennt. Michael Otremba bewies, dass Marketing nicht trocken, sondern bunt und fröhlich sein kann. Wie die neu gestalteten Schenkel des ansonsten in dezentem grau gehaltenen big „M“s, das den Flughafen München fortan auf  Briefköpfen, Visitenkarten und Flyern repräsentiert. Nie in derselben Farbe, sondern mal in Pink, mal in Blau, mal in Orange. Und das Ganze noch mit einem hübschen Farbverlauf. Eine bis dato beispiellose Corporate Identity.  Eine, bei der der Wiedererkennungswert die Vielfalt ist. So vielfältig wie das, was Besucher unter dem Dach des Flughafens München erleben können. Und ein Ausdruck dafür, dass unter einer Dachmarke noch viel Raum zur Entfaltung ist. Alles ist denkbar.

 

In diesem Sinne: Stillstand ist der Tod. Oder, um beim Managementvokabular zu bleiben: Es lebe der Change!

 

von Franziska Brettschneider
www.franziska-brettschneider.de