Übermorgen – ein Blick auf die Welt im Jahr 2035
Übermorgen – ein Blick auf die Welt im Jahr 2035
Wie sieht unsere Welt in zehn Jahren aus? Und sind wir überhaupt darauf vorbereitet, wie schnell sie sich verändert? Mit diesen Fragen nahm Zukunftsforscher, Autor und Keynote Speaker Dirk Herrmann uns mit auf eine spannende Reise ins Jahr 2035.
Dirk Herrmann hat bereits mehr als 1.800 Vorträge auf internationalen Bühnen gehalten und beschäftigt sich seit über 30 Jahren mit technologischen und gesellschaftlichen Entwicklungen. Seine Erfahrungen aus dem Silicon Valley, China und vielen weiteren Innovationszentren der Welt ermöglichten an diesem Abend einen besonderen Blick auf Europa – nämlich von außen.
Gleich zu Beginn machte er deutlich, dass wir vor einem gewaltigen Technologiesprung stehen. Die Geschwindigkeit, mit der sich unsere Welt verändert, hat enorm zugenommen. Was früher Jahrzehnte dauerte, geschieht heute innerhalb weniger Jahre. Umso wichtiger sei es, unserem eigenen Denken hin und wieder ein „Software-Update“ zu verpassen und gewohnte Sichtweisen zu hinterfragen.
Besonders anschaulich wurde das beim Blick auf die Arbeitswelt. Wie haben wir vor 15 Jahren gearbeitet – und wie werden wir in 15 Jahren arbeiten? Künstliche Intelligenz, Automatisierung und humanoide Roboter werden zahlreiche Tätigkeiten verändern oder übernehmen. Ganze Berufsfelder verschwinden, während gleichzeitig völlig neue entstehen. Auch die Generation Z trägt mit ihrem veränderten Arbeitsverhalten und ihren Erwartungen an Unternehmen dazu bei, dass bisherige Strukturen zunehmend auf den Prüfstand gestellt werden.
Mit vielen konkreten Beispielen zeigte Herrmann, wie schnell etablierte Geschäftsmodelle ihre Bedeutung verlieren können. Ob Streichholz und Feuerzeug oder Kodak und Smartphone – technologische Entwicklungen verändern nicht nur einzelne Produkte, sondern oft ganze Märkte. Besonders deutlich wird das aktuell in der Automobilindustrie. Während europäische Hersteller häufig noch in traditionellen Entwicklungszyklen denken, reagieren chinesische Unternehmen wesentlich schneller auf neue Technologien und veränderte Kundenwünsche. Nicht mehr allein das Produkt entscheidet, sondern zunehmend die Fähigkeit, sich schnell und konsequent an den Bedürfnissen der Kunden auszurichten.
Dabei ging es Herrmann nicht nur um einzelne Zukunftstechnologien. Vielmehr machte er anhand internationaler Entwicklungen neue Muster, Modelle und Strukturen sichtbar. Seine Erfahrungen aus den großen Städten in China zeigte eindrucksvoll, wie sehr sich Takt und Geschwindigkeit im globalen Wettbewerb bereits verschoben haben – und welche Herausforderungen daraus gerade für europäische Unternehmen entstehen.
Der Vortrag regte dazu an, die eigene Perspektive zu wechseln und vermeintliche Selbstverständlichkeiten kritisch zu hinterfragen. Denn die entscheidende Frage ist nicht nur, welche Technologien uns in Zukunft erwarten, sondern wie wir als Menschen und Unternehmen mit diesen Veränderungen umgehen.
Ein Abend mit vielen überraschenden Einblicken, anschaulichen Beispielen und einer zentralen Erkenntnis: Die Zukunft lässt sich nicht aufhalten. Aber wer bereit ist, sein Denken zu verändern, kann sie aktiv mitgestalten.
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