Podiumsdiskussion zur Wahl des Landshuter Oberbürgermeisters/ der Landshuter Oberbürgermeisterin

Zusammen mit den Wirtschaftsjunioren und der Industrie- und Handelskammer für Niederbayern veranstaltete der Marketing Club Niederbayern im Vorfeld der Kommunalwahl im März 2020 eine Podiumsdiskussion mit den Kandidaten für das Amt des Landshuter Oberbürgermeisters/der Landshuter Oberbürgermeisterin.

Im mehr als gut gefüllten Salzstadel stellten sich Sigi Hagl (Grüne), Patricia Steinberger (SPD), der amtierende Oberbürgermeister Alexander Putz (FDP), Dr. Thomas Haslinger (CSU), Tillmann v. Kuepach (Landshuter Mitte) und Dr. Stefan Müller-Kroehling (ÖDP) in zuvor ausgelosten Zweiergruppen den Fragen von Moderator Michael Bragulla (Bragulla Presse & Events) und machten deutlich,  wie sie sich die künftige Wirtschaftspolitik der Stadt Landshut vorstellen.

 

Kamingespräch mit Hans Rampf – alles außer Langeweile

Zahlreiche Mitglieder nutzten die Gelegenheit, in einem von Clubpräsident Herrn Wachter geführtem Gespräch mit dem Alt-Ob mehr aus dessen abwechslungsreichem Leben zu erfahren. Gekonnt und mit zahlreichen Anekdoten versehen spannte Herr Rampf den Bogen von seiner frühen Jugend in der Dorfgemeinschaft über die Ausbildungen zum Bäcker, Koch und Einzelhandelskaufmann und Betriebsratstätigkeit bis hin zu seiner Karriere als Inhaber zahlreicher McDonalds Restaurants und schließlich als Bürgermeister der Stadt Landshut. Anschließend wurde bei einer deftigen Brotzeit noch bis in den späten Abend zusammen gesessen. Herzlichen Dank an Herrn Rampf für seine Zeit und die spannenden Einblicke!

Neujahrsempfang für die niederbayerische Wirtschaft – 2020

„Die Arbeit wird uns nicht ausgehen“

Zukunftsmanager Dr. Pero Mićić beim Neujahrsempfang des Marketing-Club Niederbayern

 

Der weltweit gefragte Zukunftsmanager Dr. Pero Mićić hat am Montag beim Neujahrsempfang für die niederbayerische Wirtschaft vor rund 250 Mitgliedern und Gästen des Marketing-Club Niederbayern (MCN) im Bernlochnersaal in Landshut über Digitalisierung, Künstliche Intelligenz (KI) und ihre Folgen für Unternehmen gesprochen. Sein Fazit: Der Mensch bleibt noch über Jahrzehnte der Generalist, der hochspezialisierte KI einsetzt und steuert. Und weil die Menschen immer für emotionale Erlebnisse und Erfahrungen bezahlen werden, gehen der Wirtschaft auch die Geschäftsmodelle nicht aus. Man muss sie nur finden.

„Die Menschen werden sich immer mit etwas identifizieren und darstellen wollen“, sagte Mićić. „Sie werden zum Beispiel auch immer Musik oder andere Dinge genießen wollen. Diese Konstanten bleiben. Nur das Was und das Wie ändert sich.“ Damit ein Unternehmer sein künftiges Geschäftsmodell findet, muss er seine Firma und seinen Markt laut Mićić durch fünf Zukunftsbrillen betrachten. Jede Brille steht für eine zentrale Frage, mit der die Unternehmensstrategie ausgerichtet werden kann. Wie sieht die wahrscheinliche Zukunft aus? Welche überraschenden Szenarien könnten auftreten? Wie ist Zukunft gestaltbar? Wie plane ich die Zukunft? Und wie erlebe ich die Zukunft?

Aus den Antworten auf diese Fragen sollten Unternehmer und Führungskräfte eine Vision entwickeln – eine konkrete Annahme der Zukunft. „Wir brauchen etwas, auf das wir hinarbeiten können“, sagte Mićić. „Menschen, die sich auf etwas freuen, sind leistungsstärker, glücklicher und gesünder.“ Die Künstliche Intelligenz solle dabei nicht als Bedrohung wahrgenommen werden, sondern als Vehikel für den eigenen Aufstieg gesehen werden: „Unternehmen müssen die neuen technischen Möglichkeiten für sich und ihre Kunden nutzen. Sonst werden sie von der Entwicklung überholt.“

Außerdem sollten beim Durchspielen verschiedener Konstellationen immer auch aggressive, intelligente Chinesen und der Google-Mutterkonzern Alphabet miteinbezogen werden. Das war der vielleicht wertvollste Tipp des Experten an diesem Abend: Jeder sollte seine unternehmerische Zukunft mit internationaler und digitaler Konkurrenz denken. Das hilft auf die Sprünge.

Mićić zeichnete ein Zukunftsbild mit Menschen, die immer technischer werden. Von einem Internet, das nicht mehr hinter einem Bildschirm steckt, sondern die reale und virtuelle Welt verschmelzen lässt. Einfaches Beispiel: Die Kontaktlinse, die Paare verkuppelt, indem sie zu jedem Menschen, dem man begegnet, die Wahrscheinlichkeit gemeinsamer Vorlieben anzeigt.

Bei allen Entwicklungssprüngen, die da kommen werden: „Die Maschine braucht den Menschen, um von ihm geschaffen und betrieben zu werden, um ihm nützlich zu sein“, sagte Mićić. „Und weil es auf der Welt noch so viel zu verbessern gibt, wird den Menschen auch die Arbeit nicht ausgehen.“ Aus politischer Sicht brauche es zum Beispiel unbedingt Technologien, die anzeigen, wann jemand lügt. Aus ökologischer Sicht müsse die Dekarbonisierung vorangetrieben werden. Dabei wird CO2 als Rohstoff gesehen, aus der Luft gewonnen und unter anderem als Treibstoff genutzt.

Als Vorbild, um auf Geschäftsprojekte der Zukunft zu kommen, empfahl Mićić übrigens den Tesla-Gründer Elon Musk. Denn ihn zitierte er so: „Ich versuche jeden Tag, an die Zukunft zu denken und dabei nicht traurig zu sein.“

Der Zeichner Matthias Schwert hielt den gesamten Vortrag in einem riesigen Echtzeit-Mindmap fest. Dieses Werk überreichte MCN-Präsident Jürgen Wachter an den Hauptsponsor des Abends, die MIPA SE aus Essenbach.

 

 

MIPA Lacke mit Erfolg

Die Marketing vor Ort Veranstaltung im Oktober führte uns vor die Tore Landshuts, nach Essenbach, zu einem weiteren „Giganten“ in seiner Sparte: Der MIPA SE.

Die MIPA SE ist ein mittelständischer, stark wachsender Lack- und Farbenhersteller mit Hauptsitz in Essenbach. An sieben weiteren Standorten im In- und Ausland werden Fahrzeugreparaturlacke, Industrielacke und Bautenfarben sowie Holz- und Schreinerlacke für den professionellen Anwender entwickelt und produziert.

Ein Höhepunkt der Führung waren wohl für viele die autonom fahrenden Gabelstapler, die piepend immer wieder an den Gruppen vorbeizogen. Obwohl mit hochmodernen Maschinen gefertigt wird braucht es selbstverständlich immer auch „menschliches Know-How“.

Vollautomatisch dagegen das bis 2018 neu erbaute beeindruckende Hochregallager: Ein Palettenlager mit 9.680 Stellplätzen, verteilt auf vier Gassen und mit einer Höhe von circa 23 Metern, macht das anhaltende Wachstum der MIPA SE deutlich und wird nicht der letzte Neuzugang bleiben: das Mipa Schulungszentrum mit Lackiererei bekommt eine Erweiterung, die bereits in Kürze fertiggestellt wird.

Bei der Vorstellung der MIPA SE durch Herrn Markus Fritzsche wird deutlich, wie notwendig diese Investitionen durch das Wachstum allein am Standort Essenbach sind. Die Anzahl der Beschäftigten stieg in den letzten 25 Jahren um das 20fache auf 1200 Mitarbeiter bei der Mipa Gruppe weltweit, derzeit werden in Essenbach insgesamt 62 junge Erwachsene in 13 verschiedenen Berufen ausgebildet.

Ein Rückblick auf die 100jährige Geschichte der MIPA SE und ein Ausblick auf zukünftige Herausforderungen besonders im Bereich Umweltschutz runden den spannenden Vortrag ab. MCN-Präsident Jürgen Wachter bedankte sich anschließend im Namen aller Teilnehmer bei der Geschäftsführung für diesen umfangreichen Einblick, den uns die MIPA SE am Standort Essenbach gegeben hat.

Sollte sich das Wachstum in der gleichen Geschwindigkeit fortsetzen wie bisher, werde man sicherlich in ein paar Jahren wieder anklopfen, um die Erweiterungen zu besichtigen, so Clubpräsident Wachter mit einem Augenzwinkern.

MvO bei Urzinger Textilmanagment

Haben Sie sich schon mal darüber Gedanken gemacht, wer wohl die kuschelige Bettwäsche im Hotelzimmer wäscht oder wie die Berufsbekleidung der Ärzte und Krankenschwestern wieder absolut sauber wird?

Damit beschäftigen sich die Geschwister Claudia Urzinger-Woon, Dagmar Urzinger und Annette Urzinger-Judenhofer, die den Betrieb in nun mittlerweile 4. Generation führen, jeden Tag. Wobei die Sauberkeit nur ein Baustein im Aufgabenbereich ist, wie wir bei einer Führung durch die dreigeschossigen Werkshallen erfahren.

Nach der persönlichen Begrüßung durch zwei der Geschäftsführerinnen stellt Frau Claudia Urzinger-Woon in einem kleinen Vortrag die über 120jährige Geschichte und die Aufgabenbereiche der Landshuter Firma vor. Die kontinuierliche Entwicklung von einer kleinen Wäscherei bis zu einem der größten Textildienstleister in Deutschland ist beeindruckend: 500 Mitarbeitern können täglich bis zu 120 Tonnen Wäsche bearbeiten. Urzinger Textilmanagment verfügt mittlerweile über eine eigene LKW-Flotte von 45 Fahrzeugen.

In zwei Gruppen aufgeteilt werden dann die hochmodernen Hallen mit fachkundigen Begleitern besucht: Herr Schmidhuber und Herr Karner erklären den Weg der Wäsche, die für verschiedene Kategorien wie Hotellerie und Gastronomie, Gewerbe und den Gesundheitssektor gewaschen und aufbereitet wird. Der hohe Grad der Technisierung und Automatisierung ist auffällig, das Herzstück sei aber die Logistik: welches Wäschestück wann wieder wo ankommen soll und wo es sich im Moment gerade befindet – das zu wissen und die Nachverfolgung sicherzustellen ist eine absolute Meisterleistung, die durch innovative Technologien wie etwa eingenähte Chips unterstützt wird. Besonders die „fliegenden“ Laken auf ihrem Weg zur Mangel in der dreigeschossigen Halle begeistern die Besucher: „Das nächste Mal kommen wir an Halloween wieder!“

Trotz aller Technologie legt das Führungsteam größten Wert auf seine Mitarbeiter. Manche davon begleiten Urzinger Textilmanagment schon seit Jahrzehnten. Auch regional unterstützt das Unternehmen zahlreiche Veranstaltungen, wie etwa den Landshuter Firmenlauf.

Im Anschluss zeigt Frau Schick, Referentin der Geschäftsführung, noch einen Überblick über das Marketing und die Kundenstruktur der Firma. Auch hier wird deutlich, mit wieviel Innovationsfreude bei Urzinger gearbeitet wird.

Am Ende eines spannenden Abends sind sich alle einig, dass Textilmanagment das heimische Waschen und Bügeln bei Weitem nicht nur im Volumen übertrifft und der eigene Wäscheberg plötzlich viel kleiner erscheint.

Customer Experience durch digitale Prozesse in Marketing und Vertrieb

Die Digitalisierung in all ihren Facetten lässt uns nicht los – nachdem uns leider Herr Wirth von den NeuroMarketingLabs kurzfristig absagen musste haben wir uns sehr gefreut, einen adäquaten Ersatz gefunden zu haben: Spontan waren sogar zwei Kollegen der Firma ADITO bereit, uns einen Vortrag über das Thema „Customer Experience durch digitale Prozesse in Marketing und Vertrieb“ zu halten.

Was sich zunächst etwas sperrig anhört ist nichts anderes, als den Kunden in den Mittelpunkt zu stellen und seine Wünsche und Bedürfnisse als Maßstab für unternehmerische Entscheidungen zu nützen, wie Nathalie Seelmann, Customer Journey Managerin, erklärt. Im Idealfall führt das zu einem positiven (Kauf)Erlebnis beim Kunden und zu einer Bindung an das Unternehmen.

Um zu wissen wann und wie der Kunde am besten angesprochen wird sind jede Mengen Daten nötig. Diese könne unter anderem in persönlichen Gesprächen, Umfragen, auf Messen oder in den Social Media Kanälen gefunden werden. Allerdings ist nicht nur die Anzahl der Daten ausschlaggebend, sondern auch deren Verknüpfung. Frau Seelmann erstellt mithilfe der gesammelten Daten sogenannte „Personas“, also fiktive Personen, die stellvertretend für Kundengruppen stehen und helfen, gezielt auf die Wünsche der Kunden einzugehen.

Mit vielen Beispielen aus der Praxis untermauert Herr Hägler, Senior Project Manager, die Hilfe durch die Digitalisierung vom ersten Kontakt mit dem Kunden bis zum Kauf. Sowohl Marketing als auch Sales werden unterstützt und können auf die Daten der „Personas“ zugreifen und diese selbst auch immer wieder mit neuen Erkenntnissen füttern.

Den richtigen Kunden zur falschen Zeit mit dem falschen Produkt zum Kauf zu bewegen sollte also bald der Vergangenheit angehören – zumindest, wenn man Daten richtig interpretieren und danach handeln kann.

Nach dem sehr lebendigen Vortrag blieb natürlich noch genug Zeit für einen kleinen Imbiss und, gerade bei einem so vielseitigen Thema beim ersten Clubabend nach der Sommerpause, viele Gespräche.

Marketing vor Ort bei SCHOTT

Der Besuch im Schott-Werk 2 im Landshuter Stadtteil Münchnerau im Rahmen unserer Veranstaltungsreihe Marketing vor Ort war geprägt von Superlativen. Allgemeiner Superlativ in der Präsentation von Standortleiter Christian Geiger: Schott ist Europas Nummer eins beim Thema Spezialglas. Konkrete Superlative: Schott ist Weltmarktführer bei Ceranfeldern, bei Spiegelteleskopen, bei der Verglasung von Feuerstätten und das einzige Unternehmen, das biegbares Glas herstellen kann.

 

Schott macht rund zwei Milliarden Euro Umsatz im Jahr und beschäftigt rund 15.500 Mitarbeiter in 34 Ländern. Das Mainzer Stiftungsunternehmen investiert rund 185 Millionen Euro pro Jahr. „Denn in Forschung und Entwicklung liegt die Zukunft“, sagte Geiger. „Wir haben den Anspruch, Glas jeden Tag neu zu erfinden.“

 

Der Landshuter Geschäftsbereich Electronic Packaging ist der einzige, der nicht von der Unternehmenszentrale aus gesteuert wird. Von Landshut aus, wo Schott seit 1941 mit aktuell rund 600 Mitarbeitern vertreten ist, werden Standorte in Europa, Amerika und Asien gelenkt.

 

Kernkompetenz von Schott in Landshut sind Glas-Metall-Verbindungen, die empfindliche Elektronikbauteile vor Belastungen wie extremen Temperaturen, Druck, Chemikalien und Vibration schützen. Sie werden zu Millionen produziert und unter anderem in Handys verwendet. Geiger: „Jeder Mensch nutzt im Schnitt täglich mindestens einmal unsere Produkte – meistens ohne es zu merken.“

 

Ein weiterer Schott-Schwerpunkt ist die Glas-Veredelung für Spezialglasanwendungen. Dazu gehören zum Beispiel Zahnfüllungen, die aus Kunststoff und winzigen Glaspartikeln bestehen. Bei Schott in Landshut wird das hochreine Spezialglas zu feinstem Pulver gemahlen, das unter anderem für die Festigkeit von Dentalfüllungen sorgt. Außerdem wird Schott-Spezialglas in der Luft- und Raumfahrt und im Energiesektor eingesetzt.

 

Um all das leisten zu können, werden erstklassige Mitarbeiter gebraucht. Damit die ins Unternehmen kommen und dort gehalten werden können, engagiert sich Schott dafür, attraktive Arbeitsbedingungen zu schaffen. Das Unternehmen ist als familienfreundlicher Arbeitgeber zertifiziert, betreibt aktive Gesundheitsförderung und unterstützt Schulen, Sportvereine und Kulturschaffende in der Region.

 

Jürgen Wachter, Präsident des Marketing-Club Niederbayern, dankte für den exklusiven Einblick: „Es ist beeindruckend, was Schott in Landshut für den weltweiten Technologiesektor entwickelt und herstellt. Die Stadt und Niederbayern können stolz auf dieses Unternehmen sein, das beweist, dass in unserer Region Forschung und Produktion auf höchstem Niveau betrieben werden.“

Mvo im IBIS Hotel Landshut

100 Tage IBIS Hotel!

Zur Economy-Marke IBIS gehören derzeit mehr als 1100 Hotels weltweit. Sie ist Teil der Gruppe Accorhotels mit mehr als 4600 Hotels in 100 Ländern und allen Segmenten. Seit gut 100 Tagen hat nun auch das IBIS in Landshut seine Pforten geöffnet,

Zeit für eine erste Bilanz und einen – für die meisten Mitglieder -ersten Besuch im neu erbauten Hotel in Bahnhofsnähe.

Schon beim Betreten der Lobby wird das neue Konzept deutlich – im Gegensatz zu den meisten Hotels erwartet den Gast hier keine Rezeption sondern ein gemütlicher Bar- und Aufenthaltsbereich.

Das Hotel wurde vom britischen Designer Philip Watts gestaltet, die Bar ist im Stil eines Pubs gehalten.

Die Zimmerkarten kann man sich von jedem der freundlichen Mitarbeiter aushändigen lassen oder per Tablet oder extra entwickelter Mobillösung einchecken.

Aber auch Nicht-Hotelgäste sind laut Annette Driesen, Leiterin Sales, jederzeit herzlich willkommen. Sei es, um in angenehmer Atmosphäre auf einen Zug zu warten, an der Bar etwas zu trinken oder einfach ungestört mit kostenfreiem WLAN und ausreichend Lademöglichkeiten arbeiten zu können.

Im Gegensatz zu der oft eintönigen Einheitlichkeit, die man mit Hotelketten der Mittelklasse oft verbindet, stehen in den neuen IBIS Hotels Regionalität und Individualität im Vordergrund. So wird im IBIS Landshut an vielen Stellen auf Landshuter Brauchtum verwiesen, nicht zuletzt mit dem Wappen und Trachten im Eingang.

Schaut man sich die Rezensionen auf den gängigen Portalen und das überaus positive Feedback der versammelten Marketing Club Mitglieder an, scheint das Konzept aufzugehen. Die Gäste sind voll des Lobes und der Hoteldirektor Daniel Füß kann auf einen gelungenen Start zurückblicken.

Nach den kurzen Hausführungen, bei denen klar wurde, dass die Gemütlichkeit nicht in der Lobby aufhört und die Zimmer trotz der exponierten Lage bei geschlossenem Fenster wirklich ruhig sind, gab es noch genügend Zeit für Essen, Getränke und gute Gespräche – die Veranstaltung endete für den ein oder anderen ein wenig später als üblich, was sicher auch auf den attraktiven Barbereich zurückzuführen ist.

Wir behaupten: Des Mitarbeiters höchstes Gut ist die Freizeit

Beim Straubinger Stellenanzeigenportal JobRoller werden Träume wahr. Nicht nur für Jobsuchende, sondern auch für die Leute, die dort ihren Job haben. Denn sie arbeiten nur sechs Stunden täglich bei einem Vollzeitgehalt. Geschäftsführer Günter Dillig hat am Montag beim Clubabend des Marketing-Club Niederbayern im Landshuter Salzstadel erklärt, warum und wie erfolgreich sein Unternehmen den Sechs-Stunden-Tag eingeführt hat.

Der JobRoller-Chef ist grundsätzlich davon überzeugt, dass Arbeitgebern in Regionen, wo Vollbeschäftigung herrscht, gar keine andere Wahl bleibt, als sich mit neuen Arbeitszeitmodellen zu befassen. Und der messbare Erfolg seiner Maßnahme gibt ihm Recht: „Die Produktivität unserer Mitarbeiter ist gleich geblieben oder sogar leicht gestiegen. Die Zufriedenheit im Team ist spürbar gewachsen.“ Als zwischenzeitlich probeweise wieder Vollzeit gearbeitet wurde, wollten die Mitarbeiter wieder zurück zum Sechs-Stunden-Tag. Wer kann es Ihnen bei der guten Leistung verdenken? Die Strukturen stimmen, wenn das Ergebnis stimmt.

Als attraktiver Arbeitgeber positioniert man sich laut Dillig aber nicht nur oder unbedingt durch kürzere Arbeitszeiten. Sondern auch durch Zuschüsse für die Kinderbetreuung oder für das Fitnessstudio. Auch davon profitieren seine Mitarbeiter. Und sein Unternehmen.

Das Thema Mitarbeitergewinnung und Personalbindung wurde an diesem Abend heiß diskutiert. Wir sind gespannt, in welchen Firmen die Stechuhr bald Kurzarbeit schiebt.

Informationssicherheit 4.0 Aktuelle Bedrohungen und Gegenmaßnahmen

Das war unser Clubabend zur Informationssicherheit 4.0

Stephan Gerhager hat alle verwendeten Passwörter der Welt auf seinem Rechner. Mit dieser Liste kann er über kurz oder lang jedes Benutzerkonto auf dem Planeten knacken. Er demonstrierte auch ein Programm auf seinem Laptop, mit dem er unmerklich und ohne Spuren zu hinterlassen die Kontrolle über fremde Computer übernehmen kann. Zum Glück ist der Chef der Informationssicherheit der Allianz AG, der am Montag im Landshuter Salzstadel über „Aktuelle Bedrohungen und Gegenmaßnahmen“ referierte, einer von den Guten. Das Problem ist nur: Was er hat, haben auch die bösen Hacker.

Darum bleibt allen privaten Usern und auch allen Unternehmen nur übrig, ihre Geräte und IT-Infrastruktur mit möglichst komplexen Passwörtern zu versehen, damit die Hacker den Aufwand scheuen und schnell zum nächsten leichteren Opfer weiterziehen. Schließlich wollen diese digitalen Raubritter zügig Geld verdienen. Außerdem ist es wichtig, E-Mails mit Links und Anhängen genau auf Ihre Vertrauenswürdigkeit zu prüfen. Und seine Systeme mit regelmäßigen Updates zu schützen. Und zwar schnell. Denn nur wenige Stunden Verspätung können einem Hacker schon Tür und Tor öffnen.

Sichere Passwörter, Mails checken, regelmäßige Updates – klingt einfach. Ist es aber nicht. Denn der Mensch macht sich regelmäßig selbst einen Strich durch diese simple Rechnung, wie Gerhager am Sicherheitschef der Fußball-WM 2014 zeigte, der kurz vor Turnierbeginn versehentlich das Passwort des IT-Kontrollzentrums öffentlich machte. Oder an der Tatsache, dass der Schutz der strahlenden Atomreaktor-Ruine in Tschernobyl oder deutsche Premiumautos wegen veralteter IT-Systeme leicht zu hacken sind.

„Gerade für Unternehmer und Führungskräfte ist es wichtig, ihre Mitarbeiter für Informationssicherheit zu sensibilisieren“, sagte Gerhager. „Den gesunden Menschenverstand sollte man gerade in diesem Bereich nicht vernachlässigen. Denn auf Firewalls und Virenscanner kann man sich nicht verlassen.“ Soviel zur Rolle des Menschen bei der Digitalisierung.